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"Reigen",
Lustspiel von Arthur Schnitzler
Sommertheater auf der Oberburg Giebichenstein
Die Dirne überredet den Soldaten, dieser umgarnt
das Zimmermädchen, das
Zimmermädchen verführt den jungen Herren, der
ein Verhältnis mit der jungen
Frau anstrebt, die junge Frau wünscht sich mehr
Aufmerksamkeit von ihrem Gatten, der dem süßen Mädel nachstellt, das süße
Mädel hat eine Affäre mit
der Dichterin, die die Schauspielerin von sich
zu überzeugen sucht, die Schau-spielerin zerrt den Grafen ins Bett und dieser strauchelt wiederum
über die Dirne ... In zehn rasanten und komischen Szenen ziehen die vier
Darsteller
in zehn Rollen alle Register. Sie flirten und
schmollen, bitten und lügen. Auf
der malerischen Oberburg der Burg Giebichenstein entfaltet sich
ein leicht-
füßiges Wechselspiel, bei dem sich die Frage
stellt, wer hier eigentlich wen verführt und am Ende stellen wir fest, dass
sich in einigen Bereichen des Lebens in den letzten 100 Jahren weniger
verändert hat, als man glauben sollte…Mit Arthur Schnitzlers Lustspiel zeigt die
Schaustelle ihr erstes Sommertheater auf der Oberburg Giebichenstein.
Es spielen:
- Gerlind
Eschenhagen,
-
Anna Prüstel,
-
Michael Hecht,
-
Mario Pinkowski
Regie: Inken
Kautter, Mario Pinkowski
Bühne, Kostüme:
Claudia Steinert
Choreografie:
Fleur Tschorn-Poad
Assistenz:
Jana Huber
Technik, Licht, Ton:
Sven Suppan
Grafik:
Ulrike Jänichen, Helmut Stabe
Foto René:
Schäffer
Öffentlichkeitsarbeit:
Simon van Parys
Premiere:
Donnerstag 31. Juli 2008, 20.30 Uhr
"unvernommen"
Einblicke in den Kontrollraum
Dieses Projekt einer szenischen Lesung entstand
in zahlreichen Gesprächen
mit Künstlern der theatrale – getragen von der
Idee, auch die Hallenser Künstlerszene in das ITI-Projekt zu Theater der
Welt 2008 einzubeziehen.
Text: Leon Hempel
Regie: Inken Kautter
Darsteller: Thomas Giegerich, Mario Pinkowski und Simon van Parys
"Die Beobachtung der Beobachter, die so
genannten „ethnographischen Arbeitsplatzstudien in Kontrollräumen“, liefern
das Material für diesen Text. Dialoge, Dialogbruchstücke und
Interviewpassagen mit Observateuren werden
neu in einander gefügt. Zwischen
ständiger Alarmbereitschaft und ermüdender Routine zeigt sich, dass der
Blick der Kontrolleure hinter den Monitoren häufig umschlägt in einen Blick
der Sorge und der Identifikation mit den Beobachteten.
Wie nehmen die Beobachter also die Beobachteten wahr? Und
wie nehmen sie
sich selbst wahr? Wo sie selbst doch erst durch das Verhältnis
zu den
Beobachteten Bedeutung gewinnen, aber ihrem Gegenüber immer fern, immer von
ihnen durch Kamera und Bildschirm getrennt bleiben. Dieses
Moment wird zum
Anlass der Groteske, die sich auch als performative Soziologie bezeichnen
ließe."
Leon Hempel
"Der Entstehungsprozess meiner Arbeiten
besteht im Idealfall in einem gemeinsamen Denkprozess, der sich vielleicht
am besten als szenisch-wissenschaftlich-philosophische Annäherung
beschreiben lässt. Themen für
meine Arbeiten finde ich in der Geschichte
oder im Alltag. Ausgehend von
Texten entstehen Geschichten und Erzählebenen,
die sich durch die ver-schiedenen Gedanken, Ansätze und
spielerischen Umsetzungsmöglichkeiten aller Beteiligten anreichern und
verdichten. Ich möchte dem Publikum Geschichten und Eindrücke mitgeben, die
sich nach dem Ende der Vorstellung weiterentwickeln und weiter denken
lassen."
Inken Kautter
Premiere: Mittwoch, 25. Juni / 20.00 im
ufo Galerie und Kunstraum
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